Der Mensch im Eis – visuelle Inszenierung

Caspar David Friedrich: Der Wanderer über dem Nebelmeer (1818)

Caspar David Friedrich: Der Wanderer über dem Nebelmeer (1818)

Es ist eines der bekanntesten Gemälde des frühen 19. Jahrhunderts. Durch die Positionierung der Figur mit dem Rücken zum Betrachter entsteht der Eindruck eines „Dialogs“ zwischen dem Mann und der Natur. Die Berglandschaft erscheint weiträumig, grenzenlos und mysteriös. In der Romantik spielen Naturerlebnisse wie diese eine große Rolle; sie werden als erhebend empfunden und erlauben dem Menschen, für begrenzte Zeit die rationale Welt des Alltags zu überwinden. In der Natur erlebt der Mensch sich selbst als jemand anderes. Die Romantiker verstanden sich als Gegenbewegung zur rationalen Weltsicht der Aufklärung im 18. Jahrhundert.

Claude Lorius sitzt am Ufer des Eiswassers und blickt auf die Eislandschaft.

Aufgaben

 Betrachten Sie die beiden Bilder und schreiben Sie auf, was Ihnen dazu durch den Kopf geht. Tauschen Sie Ihre Notizen mit Ihrem Mitschüler/Ihrer Mitschülerin und kommentieren Sie gegenseitig Ihre Eindrücke („Chatten auf Papier“).

  • Formulieren Sie aus Ihren Notizen einen Text zum Filmstill. Es kann ein innerer Monolog des Eisforschers sein oder ein anderer frei gestalteter Text. Stellen Sie sich vor, Sie würden das Bild in einer Ausstellung in Ihrer Schule zeigen und den Text zu dem Bild präsentieren.
  • Lesen Sie den Text zum Bild von Caspar David Friedrich. Vergleichen Sie das dort beschriebene Verhältnis zwischen Mensch und Natur mit den Aussagen von Claude Lorius über seine eigenen Naturerfahrungen. Wo gibt es Übereinstimmungen, wo Unterschiede?