Wer ist Claude Lorius?

Porträt von Claude Lorius.
MEDEF (CC BY-SA 2.0)

Der Glaziologe (Glaziologie = Eisforschung) Claude Lorius wurde 1932 in Besançon/Frankreich geboren. Seit den 1950er Jahren nahm er an mehr als 22 Polarexpeditionen teil, meist in die Antarktis. Er übernahm leitende Funktionen in der geophysikalischen Forschung Frankreichs und wirkte beim Aufbau vieler internationaler Forschungskooperationen mit.

Lorius konzentrierte sich schon früh auf die Gewinnung und Untersuchung von Eisbohrkernen. Er trug wesentlich dazu bei, dass durch die Erforschung von im Eis eingeschlossenen Luftbläschen die Zusammensetzung der Atmosphäre rekonstruiert werden konnte – mittlerweile über einen Zeitraum von eine Million Jahre. Seine Arbeiten zur Geschichte des Erdklimas lieferten wichtige Hinweise auf einen von Menschen verursachten Klimawandel.

Lorius erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wurde 1994 als auswärtiges Mitglied in die Russische Akademie der Wissenschaften aufgenommen.

Der Film zwischen Himmel und Eis
Der Dokumentarfilm kam 2015 in die Kinos. Er erzählt in der Form einer Forscherbiografie, wie Claude Lorius seit den 1950er Jahren unter schwierigen Umständen begann, in der Antarktis zu forschen. Zugleich wird Lorius‘ wichtigstes Thema, die Untersuchung von Eisbohrkernen, in einen größeren Zusammenhang eingeordnet: als Beitrag zum Verständnis des von Menschen verursachten Klimawandels. Die Betrachtungen und resümierenden Erzählungen des 82-jährigen Lorius bringen dabei immer wieder ethische Fragen ins Spiel: Welche Rolle spielt der Mensch auf der Erde und welche Verantwortung trägt er im Umgang mit der Natur?

Aufgaben

 

  • Lesen Sie die Texte zu Claude Lorius und zum Film ZWISCHEN HIMMEL UND EIS. Formulieren Sie jeweils zwei Fragen:
  • zum Thema Glaziologie
  • zur Biografie von Claude Lorius
  • zu der Gestaltung des Dokumentarfilms
  • Tauschen Sie die Fragen mit Ihrem Sitznachbarn/Ihrer Sitznachbarin und diskutieren Sie, welche drei Fragen die wichtigsten sind.
  • Sammeln Sie Fragen im Plenum und halten Sie sie an der Tafel oder in digitaler Form fest. Nach der Filmbetrachtung können Sie überprüfen, welche Fragen sich beantworten lassen und wo noch weitere Recherchen notwendig sind.