Unendlich weit, höllisch tief – Fragen und Antworten zum Meer und zu den Ozeanen

Der Planet, auf dem wir leben, heißt Erde. „Erde“ ist zugleich etwas Festes, das Material, auf dem Pflanzen wachsen und Häuser stehen. Aber eigentlich ist die Erde vor allem ein Planet voller Wasser.

Abbildung eines Anglerfisches

Wie viel Wasser gibt es auf der Erde?

Etwa 70 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Insgesamt gibt es 1,4 Milliarden Kubikmeter Wasser, das entspricht einem Würfel, der 1.120 Kilometer lange Kanten hat. Von dem vielen Wasser sind nur 3 Prozent Süßwasser und von diesem Süßwasser kann nur ein kleiner Teil als Trinkwasser genutzt werden.

Wie tief sind die Ozeane?

Die durchschnittliche Tiefe beträgt etwa 4.000 Meter. Es gibt aber auch viele flachere Stellen, Gebirge unter Wasser und tiefe Gräben. Im Marianengraben im Pazifik ist mit 11.000 Meter die tiefste Stelle zu finden. Der höchste Berg dagegen, der Mount Everest, ragt „nur“ 8.848 Meter über den Meeresspiegel.

Wie muss man sich die Welt in 10.000 Meter Tiefe vorstellen?

Stockdunkel und kalt. Die Temperatur liegt gleichbleibend zwischen -1 und 4 Grad. Es herrscht ein ungeheurer Druck von 1.000 bar (zum Vergleich: ein Autoreifen wird mit etwa 3 bar aufgepumpt). Weil es komplett dunkel ist, wachsen keine Pflanzen mehr. Aber es gibt viele Tiere. Sie leben von Teilen abgestorbener Pflanzen und Überresten toter Tiere, die in dieTiefe hinabsinken. Oder sie fressen sich gegenseitig.

Wie viele Tierarten gibt es im Wasser?

Das weiß niemand so genau. In einem großen Forschungsprojekt wurden über zehn Jahre hinweg Lebensformen im Meer gezählt – das Ergebnis waren etwa 250.000 Arten. Forscher/innen vermuten aber, dass eine wesentlich größere Zahl noch unentdeckt ist.

Wem gehören die Ozeane?

In der Nähe der Küsten, in der 12-Seemeilen-Zone, gehört das Meer zum Staatsgebiet der Küstenländer. Bis zu 200 Seemeilen ins Meer hinein dürfen die Küstenstaaten über Rohstoffe (zum Beispiel Erdöl) und die Fischerei bestimmen. Alles, was darüber hinausgeht, ist „Hohe See“. Die gehört niemandem, es gibt aber internationale Regeln, zum Beispiel zur Schifffahrt und zur Fischerei.

Wie viel Müll schwimmt in den Ozeanen?

Nach einer Schätzung gelangen jedes Jahr etwa 8 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Meere. Mit dieser Menge könnte man Berlin, die größte Stadt in Deutschland, knöcheltief mit Müll bedecken– und zwar drei Mal.

Warum ist der Plastikmüll im Meer so gefährlich?



Angeschwemmte Plastikberge