7) Der Meeresgrund – buntes Leben und sonderbare Dinge

Ein Tanker auf See, mit vielen Containern beladen.
Jedes Jahr fallen mehrere hundert Container ins Meer – meist ist es nicht so schlimm wie beim Unfall des Frachters Rena.

Auf ihrer Reise durch den Pazifischen Ozean gelangt Dorie in die „Fahrrinne“: Da liegen große und merkwürdige Dinge herum, die im Dämmerlicht des Meeres etwas unheimlich wirken. Sieht es wirklich so aus auf dem Grund des Meeres?

Wer ins Meer abtaucht, stößt irgendwann auf den Meeresgrund. Auf dem Weg dahin wird es nach und nach dunkler, weil das Wasser nicht alles Licht durchlässt. Ab etwa 200 Metern Tiefe ist fast nichts mehr zu sehen. Und es wird kalt: Die Temperatur der Tiefsee liegt bei höchstens vier Grad Celsius.

Der Boden ist schlammig oder er besteht aus Sand und Steinen. Und sonst? In der Ostsee, wo sehr viele Schiffe unterwegs sind, trifft man dennoch auf buntes Leben: Miesmuscheln und Seenelken siedeln auf Steinen, dazwischen wachsen Rot- und Braunalgen. Auch Dinge, die da eigentlich nicht hingehören, liegen auf dem Meeresgrund. Immer wieder verlieren Frachtschiffe bei Stürmen Container und andere Gegenstände. Leider wird auch Müll ins Wasser geworfen oder durch Flüsse ins Meer gespült.

Bild eines Meeresgrundes mit Miesmuscheln, Zuckertang und einem Klippenbarsch.
Auf dem Grund der Ostsee leben viele Miesmuscheln.

Gefahren für Pflanzen und Tiere entstehen vor allem durch Schiffsunfälle, bei denen giftige Stoffe ins Meer gelangen. Aber auch der normale Schiffsverkehr hat Folgen: Abgase, giftige Schiffsanstriche und der Lärm der Motoren belasten Lebewesen im Meer. Ein spezielles Problem in Nord- und Ostsee sind die Munitionsreste: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele tausend Granaten und Minen ins Meer gekippt. Wenn diese Sprengkörper durchrosten, bilden sie eine große Gefahr für alle Lebewesen.

Abbildung einer Seenelke. Sie leben in der Kadettrinne, einer viel befahrenen Schiffsroute in der Ostsee.
Diese Seenelken leben in der Kadettrinne,
einer viel befahrenen Schiffsroute in der
Ostsee.

Ältere Schiffswracks sind dagegen eher harmlos. Allerdings werden auch sie genau beobachtet. Denn durch Meeresströmungen verändern sie manchmal ihre Lage. Weil die Ostsee an manchen Stellen sehr flach ist, können Hindernisse auf dem Meeresgrund andere Schiffe gefährden. Deshalb sind das ganze Jahr über mehrere Schiffe unterwegs, die den Meeresboden untersuchen. Wenn die technischen Geräte etwas Auffälliges zeigen, werden Taucher losgeschickt, um die Sache genauer zu untersuchen.   Quellen: WDR / Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie / Bundesamt für Naturschutz  

Aufgaben

Woraus besteht der Meeresgrund in den meisten Fällen? Eine Antwort ist richtig:

O  Sand, Schlamm oder Beton       

O  Schlamm, Sand oder Steine

O  Schlamm, Steine oder Unterwassergras   Für die Lebewesen des Meeres ist dichter Schiffsverkehr schädlich. Nenne drei Gefahren:

  • Streiche die fehlerhaften Wörter:

Je tiefer man ins Meer eintaucht, umso dunkler / heller wird es. Die Temperatur nimmt ab / nimmt zu. In einer Tiefe von 200 Metern sieht man fast nichts mehr / alles, aber es wirkt blau.